{"id":1320,"date":"2023-08-13T23:42:41","date_gmt":"2023-08-14T03:42:41","guid":{"rendered":"https:\/\/tertiarysisters.org\/?page_id=1320"},"modified":"2023-12-03T03:47:48","modified_gmt":"2023-12-03T08:47:48","slug":"maria-hueber","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tertiarysisters.org\/de\/maria-hueber\/","title":{"rendered":"Maria Hueber"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"1320\" class=\"elementor elementor-1320\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4b2f8ca hero-page e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"4b2f8ca\" data-element_type=\"container\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d1c6995 hero-title e-flex e-con-boxed e-con e-child\" data-id=\"d1c6995\" data-element_type=\"container\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-801aacd elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"801aacd\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-62a6bbe elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"62a6bbe\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Unsere Mutter Anf\u00e4ngerin<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-3ecfb92 intro-container e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"3ecfb92\" data-element_type=\"container\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-98f92ee e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"98f92ee\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-3ce157e elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"3ce157e\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"translation-block\"><img class=\"wp-image-1298 alignright\" src=\"https:\/\/tertiarysisters.org\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/maria-hueber-500-267x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"337\" \/>\n<p class=\"p1\"><strong>Maria Hueber wurde am 22. Mai 1653 in Brixen (S\u00fcdtirol) in Norditalien geboren.<\/strong> Sie wuchs in sehr einfachen Verh\u00e4ltnissen als j\u00fcngstes von f\u00fcnf Kindern des Nikolaus Hueber und der Anna Tapp auf. Der Vater zog bald nach der Geburt Marias in den Krieg und kehrte nicht mehr zur\u00fcck. Zeitweise musste ihre Mutter sie sogar in Pflege geben. Bemerkenswert ist aber, dass diese ihr das Lesen beibrachte. Intelligent und wissbegierig wie sie war, lernte sie autodidaktisch das Schreiben. Maria musste bereits in jungen Jahren der Mutter bei der N\u00e4harbeit helfen, um zum Lebensunterhalt beizutragen. Bald verlie\u00df sie das Elternhaus und arbeitete als Kinderm\u00e4dchen in Bozen, sp\u00e4ter als Hausm\u00e4dchen in Brixen, Innsbruck und Salzburg. Sie pflegte eine enge Beziehung zu Gott, war hellh\u00f6rig f\u00fcr die N\u00f6te der Zeit und suchte den Willen Gottes \u201eohne Verzug\u201c zu erkennen und zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n<h2 class=\"p1\">Ansprechperson f\u00fcr viele Frauen und M\u00e4nner<\/h2>\n<p class=\"p1\"><img class=\"alignleft wp-image-1340\" src=\"https:\/\/tertiarysisters.org\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/brixen-map.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"376\" \/>Bei ihren Dienststellen in Bozen, Brixen, Innsbruck und Salzburg stie\u00df sie fast immer auf g\u00fcnstige Entwicklungs- und Arbeitsbedingungen. Ihre Arbeitgeber erkannten ihr Potenzial und f\u00f6rderten sie. Bemerkenswert ist auch, dass die junge Frau f\u00fcr die damaligen Verh\u00e4ltnisse weitgereist und so wohl auch gewandt und selbstsicher im Umgang mit Menschen war. Ihre tiefe Spiritualit\u00e4t, die sie mit einer zupackenden, vitalen und kreativen Arbeitshaltung und einer realistischen Weltsicht verband, \u00f6ffnete ihr viele T\u00fcren und unz\u00e4hlige Herzen. Bereits in jungen Jahren galt sie f\u00fcr viele weltliche und geistliche Personen des Landes als wichtige Ansprechperson. Insbesondere viele Frauen suchten ihren Rat und w\u00fcnschten sich Weisung und Begleitung. Zu ihren Sch\u00fctzlingen geh\u00f6rten sowohl adelige Nonnen der Innsbrucker Servitinnen, aber auch Vertreterinnen des Adelsgeschlechts Enzenberg. Klar ist, dass Maria Hueber \u00fcber eine bemerkenswerte Intuition, Menschenkenntnis und Weitsicht verf\u00fcgte und nicht selten Frauen und M\u00e4nner jahrzehntelang und auch in existentiellen Krisen souver\u00e4n begleitete. Vom franziskanischen Ideal beeindruckt schloss sie sich mit 24 Jahren dem Dritten Orden des hl. Franziskus an.<\/p>\n\n<h2 class=\"p1\">Er\u00f6ffnung der M\u00e4dchenschule<\/h2>\n<p class=\"p1\">Mit 47 Jahren er\u00f6ffnete sie zusammen mit ihrer Gef\u00e4hrtin Regina Pfurner die erste unentgeltliche M\u00e4dchenschule Tirols in einer Mietwohnung in Brixen nahe der Klarissenkirche. Hinsichtlich der genauen Umst\u00e4nde tappen wir im Dunkeln, denn die zeitgen\u00f6ssischen Quellen schweigen \u00fcber den genauen Hergang. Das mindert aber nicht die Gr\u00f6\u00dfe und innovative Wirkkraft dieser Schule: Diese kleine, \u00fcberschaubare Bildungsinstitution f\u00fcr mittellose M\u00e4dchen war etwas v\u00f6llig Neues. Bislang hatten meist nur Schulhalter und lediglich gegen Bezahlung Buben unterrichtet. Dass M\u00e4dchen aus den unteren Bildungsschichten ebenfalls lesen, schreiben und rechnen lernen, war ein Novum des Landes. Dass das Bildungskonzept gut durchdacht war, l\u00e4sst sich auch daran ablesen, dass auf dem Stundenplan das Fach \u201eFeine Handarbeiten\u201c stand. Die M\u00e4dchen sollten dar\u00fcber hinaus flicken, stricken und sticken lernen, sodass sie sich sp\u00e4ter als N\u00e4herinnen den Lebensunterhalt finanzieren konnten. Mit diesen F\u00e4higkeiten gaben die Frauen ihren Sch\u00fclerinnen nicht nur Bildungskompetenzen, sondern auch eine Lebensperspektive, da ihnen somit ein selbstbestimmtes eigenst\u00e4ndiges Leben offenstand.<\/p>\n\n<h2 class=\"p1\">Einblick in das Glaubensleben Maria Huebers<\/h2>\n<p class=\"p1\">Doch die M\u00e4dchenschule war nicht die einzige Pionierleistung Maria Huebers. Parallel zur Schule rief sie auch eine Ordensgemeinschaft mit einem innovativen Format ins Leben. Im Januar 1701 begann sie mit ihrer Gef\u00e4hrtin Regina Pfurner ein kl\u00f6sterliches Leben nach der Regel des Dritten Ordens und legte den Grundstein f\u00fcr die Gemeinschaft der Tertiarschwestern des hl. Franziskus. Die franziskanisch gepr\u00e4gten Schwestern sollten sich kompromisslos an den franziskanischen Werten orientieren, einen einfachen Lebensstil und ein tief mit Gott verbundenes Leben f\u00fchren sowie ihre intellektuellen und emotionalen F\u00e4higkeiten in der Erziehungs- und Bildungsarbeit einsetzen. Hierarchieunterschiede aufgrund Herkunft, Bildung und Mitgift wie sie in anderen Ordensgemeinschaften \u00fcblich waren, lehnte Maria Hueber kategorisch ab. In handgeschriebenen Briefen beschreibt sie ihrem geistlichen Begleiter ihre spirituellen Erfahrungen und gibt zugleich tiefe Einblicke in ihre Seele. Grenzenlos wirkt ihr absolutes Vertrauen in die bedingungslose Liebe Gottes und dessen F\u00fchrung, wenn sie schreibt: \u201eIch glaube fest, ohne Gott kann mir weder Gutes, noch S\u00fc\u00dfes, noch Saures begegnen. Gott sei in Ewigkeit um alles gelobt!\u201c (3. Brief)<\/p>\n<p class=\"p1\">Ihre Spiritualit\u00e4t zeichnet sich durch eine gewisse Erdung aus: Ihr Gottesbild ist \u2013 entgegen dem damaligen kirchlichen Diktat \u2013 voller positiver Konnotationen, ihre inneren Dialoge mit Jesus als Kind oder als Gekreuzigten spiegeln ihre unbefangene Beziehung zu ihrem Gott wider, den sie als liebenden, f\u00fcrsorglichen Freund erlebt. Ein fast partnerschaftliches Verh\u00e4ltnis l\u00e4sst erahnen, dass Maria Hueber durch ihr Gebetsleben nicht durch Vorschriften eingeengt, sondern charakterlich gefestigt und in ihrem karitativen Engagement ermutigt worden ist. Die verbindende Klammer ihres Lebens waren f\u00fcr sie Beziehungen, und zwar zu Gott, ihren Mitschwestern, entfernten Freundinnen, verschiedenen Bekannten und ganz sicher auch zu sich selbst, denn sie war zeit ihres Lebens darauf bedacht, f\u00fcr ihre Prinzipien und Ideale einzustehen.<\/p>\n\n<h2 class=\"p1\">Der Ruf der Heiligkeit und der Seligsprechungsprozess<\/h2>\n<p class=\"p1\">Maria Hueber starb am 31. Juli 1705 in Brixen und wurde \u2012 auf eigenen Wunsch hin \u2013 neben der Klarissenkirche in Brixen begraben. Zahlreiche Berichte \u00fcber Gebetserh\u00f6rungen belegen im Grunde nur das, was bereits zu Lebzeiten sicht- und erfahrbar gewesen ist: Maria Hueber begeisterte mit ihrer charismatischen und schillernden Pers\u00f6nlichkeit, ihrem authentischen Gebetsleben und ihrem gesellschaftlich-karitativen Engagement Menschen aller gesellschaftlichen Gruppen und Schichten.<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Informativprozess der Di\u00f6zese Bozen-Brixen zur Seligsprechung unserer Mutter Anf\u00e4ngerin Maria Hueber fand zwischen 1996 und 1998 statt. Nun wird der Seligsprechungsprozess in Rom weitergef\u00fchrt. Am 19. M\u00e4rz 2019 gab Papst Franziskus der Kongregation f\u00fcr die Seligsprechungen den Auftrag zur Erstellung des \u201eVENERABILE\u201c-Dekretes.<\/p>\n<p class=\"p1\">F\u00fcr die Seligsprechung unserer Gr\u00fcnderin brauchen wir noch ein eindeutiges Wunder, das vom Vatikan \u2013 nach gr\u00fcndlicher Pr\u00fcfung \u2012 best\u00e4tigt werden muss.<\/p>\n<p class=\"p1\">Gebetserh\u00f6rungen schicken Sie, bitte, an: <a href=\"mailto:maria-paula@tiscali.it\"><span class=\"s1\">maria-paula@tiscali.it<\/span><\/a><\/p>\n\n<h2 class=\"p1\">Weiterf\u00fchrende Literatur<\/h2>\n<ul>\n \t<li class=\"p3\"><span class=\"s2\">Eine ausf\u00fchrliche Biographie finden Sie <a href=\"https:\/\/www.fembio.org\/biographie.php\/frau\/biographie\/maria-hueber\/\">hier.<\/a><\/span><\/li>\n \t<li class=\"p3\">Sr. Anna Elisabeth Rifeser verfasste eine umfangreiche Forschungsarbeit, die vor allem aus geschlechtersensibler Perspektive die Spiritualit\u00e4t Maria Huebers und der Tiroler Tertiarinnen unter die Lupe nimmt.<\/li>\n<\/ul><\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-7ead39c elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"7ead39c\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div><a href=\"https:\/\/tertiarysisters.org\/de\/unsere-geschichte\/\">Erfahren Sie mehr \u00fcber die Geschichte unserer Kongregation<\/a> seit Maria Hueber bis in die heutige Zeit.<\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Our Foundress Maria Hueber was born on 22 May 1653 in Brixen, in the South Tyrol region of today&#8217;s northern Italy. 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