Vier Tertiarschwestern feiern Professjubiläen

Am 13. Juni feierte unsere Gemeinschaft das diamantene Professjubiläum von Sr. Josefa, Sr. Edith Maria und Sr. Christa Maria sowie das silberne Professjubiläum von Sr. Magdalene.

Sr. Josefa wurde in Bad Hall in Oberösterreich geboren. Mit ihrer ruhigen und gelassenen Art war sie jahrzehntelang eine ausgezeichnete und einfühlsame Erzieherin – zuerst im Elisabethinum, dann bei den Buben in Fügen. Auch für die MitarbeiterInnen und Mitschwestern war sie immer eine wichtige Stütze und hatte für alle ein offenes Ohr. Diese Qualitäten brauchte sie auch für ihre langjährige Tätigkeit in der Ordensleitung, zunächst als Provinzvikarin in Hall und anschließend als Hausoberin in Schwaz. Auch jetzt noch hilft sie überall mit, wo sie kann, erledigt die Abrechnungen und ist für die Schwestern da.


Sr. Edith Maria kommt aus Weerberg. Ihr ganzes Leben lang arbeitete sie als Schneiderin im Provinzhaus und sorgte dafür, dass die Schwestern etwas anzuziehen hatten. Das Nähen einer Ordenstracht ist nicht einfach und sie fertigte ausschließlich maßgeschneiderte Kleidung an. Dazwischen hat sie noch fleißig gestrickt und gehäkelt. So entstanden wunderschöne Sachen, mit denen sie vielen Menschen eine große Freude machte. Noch heute sitzt sie jeden Tag an ihrer Strickmaschine. Außerdem könnte man sie als lebendes Klosterlexikon bezeichnen, denn sie hat fast alle Geburtstage, Eintrittsdaten usw. im Kopf.


Sr. Christa Maria stammt aus Toblach in Südtirol. Da sie selbst in einer kinderreichen Familie aufgewachsen ist, liegt ihr das Wohl von Kindern besonders am Herzen. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin und war zunächst im Elisabethinum und anschließend bei den Buben in Fügen tätig. Mit ganzem Herzen und Einfühlungsvermögen setzte sie sich für die Buben ein. Viele dieser Kontakte haben sich bis heute erhalten. Seit einigen Jahren leitet sie nun die Gemeinschaft in Götzens. Zudem engagiert sie sich in der Pfarre Birgitz als Mesnerin. Als sie im vergangenen Jahr einen Unfall hatte und über mehrere Monate ausfiel, wurde sie sehr vermisst und alle waren froh, als sie wieder zurückkam.


Sr. Magdalene wurde in Kamerun geboren, trat bereits in jungen Jahren den Tertiarschwestern bei und arbeitete nach ihrer Profess hauptsächlich als Sekretärin. Zudem absolvierte sie in Kenia eine Ausbildung zur spirituellen Begleiterin. 2016 kam sie nach Österreich, lernte schnell Deutsch und arbeitete anschließend in der Pflege im Klaraheim. Sie absolvierte Ausbildungen zur Heimhelferin, zur Pflegeassistentin sowie berufsbegleitend zur Seelsorgerin in Altenheimen und zur Sterbebegleiterin im Hospiz. Sr. Magdalene ist eine sehr achtsame Pflegerin, die den Bewohnerinnen und Bewohnern mit ihrer Fröhlichkeit sehr guttut. Seit fast einem Jahr engagiert sie sich zudem in der Provinzleitung. Außerdem erfreut sie viele Menschen mit ihrer wunderschönen Singstimme.

Dankbar feierten die Jubilarinnen gemeinsam mit der Gemeinschaft der Schwestern sowie mit ihren Angehörigen und Freunden. Der Gottesdienst war bunt gestaltet. Von traditioneller Tiroler Blasmusik über den Schwesternchor bis hin zu afrikanischen Tanz- und Musikeinlagen war alles dabei.


Nach dem feierlichen Gottesdienst mit Professerneuerung waren alle zu einem gemütlichen Mittagessen im Festsaal eingeladen. Es war ein schöner Tag des Miteinanders, den alle genossen.