
Vor fast einem Jahrzehnt, als die anglophone Krise in Kamerun eskalierte, fanden Tausende Flüchtlinge in Nigeria Zuflucht. Aus Mitgefühl mobilisierten die Tertiarschwestern in Zusammenarbeit mit den Schwestern der heiligen Theresia vom Kinde Jesu (SST) und später mit dem Orden der Kapuziner (OFMCap) Hilfe. Während sich viele Ordensgemeinschaften zurückzogen, blieben die Tertiarschwestern – getragen von ihrer franziskanischen Verpflichtung zur Solidarität mit den Ausgegrenzten.
Um ihre langfristige Präsenz zu stärken, überwachte Sr. Gloria Wirba, die damalige Provinzoberin der Kamerun-Provinz, mit viel Einsatz und Hingabe die Errichtung eines Konvents in Takum, Nigeria. Sie entsandte drei Schwestern, um die begonnene Arbeit fortzuführen. Die Anwesenheit der Schwestern unterstützte die Flüchtlingsbevölkerung in der Region und trug zu einer gewissen Stabilität bei.
In den vergangenen fünf Jahren haben die Tertiarschwestern mit lokalen Partnern, Nichtregierungsorganisationen und Einzelpersonen zusammengearbeitet. Auf diese Weise konnten zahlreiche wichtige Dienste angeboten werden:
- Sichere Unterkünfte und eine verlässliche Versorgung mit Lebensmitteln
- Gesundheitsversorgung und soziale Unterstützung
- Berufliche Ausbildung sowie Allgemeinbildung
- Landwirtschaftliche Projekte zur Förderung nachhaltiger Entwicklung
Ihre Bemühungen sind nicht unbemerkt geblieben. Gerald Tiko, ein nigerianischer TikTok-Influencer, lobte die Schwestern für ihren unermüdlichen Einsatz für vertriebene Kameruner*innen – insbesondere bei der Bereitstellung von Gesundheitsversorgung, Bildung und der Eröffnung von Wegen zur Selbstständigkeit. Er betonte zudem die dringende Notwendigkeit, die Schwestern dabei zu unterstützen, den Flüchtlingen legale Dokumente zu verschaffen – ein Schritt, der ihnen Würde und Sicherheit verleiht.
In Takum haben sich die Tertiarschwestern zu mehr als bloßen Dienstleisterinnen entwickelt. Sie sind eine Quelle der Hoffnung für eine Gemeinschaft, die auf der Suche nach Stabilität ist.